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DI bis SO: 11:00 bis 17:00 Uhr Vor dem Kaiserdom 3-5, 38154 Königslutter am Elm

Erleben Sie den Klang vergangener Jahrhunderte!

Im MMM gehen Sie auf eine Entdeckungsreise in die Welt der Musik, lang bevor Radio, Schallplatte und CD, das Internet und digitale Medien den Ton angaben. Sie erleben das Zeitalter der mechanischen Musik und den Klang vergangener Jahrhunderte. Im 19. Jahrhundert eroberten mechanische Musikinstrumente nicht nur private Salons und Säle, sondern prägten auch zunehmend die Musik in öffentlichen Gasthäusern, Tanzlokalen und anderen Vergnügungsetablissements. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hörte man auch auf den Straßen und Jahrmärkten der aufblühenden Großstädte mechanische Musik. Heute wissen wir vielleicht noch, wie eine Spieluhr oder eine Drehorgel klingt. Was man aber in einem Stummfilmkino im Berlin der 1920er Jahre zu hören bekam oder in einem Pariser Varieté der gleichen Zeit, das können Sie im MMM in Königslutter am Elm noch heute erleben. Bei einem geführten Rundgang gibt es zahlreiche Gelegenheiten, sich den Klang vergangener Zeiten anzuhören, denn fast alle Musikinstrumente sind voll funktionsfähig. 

Hier auf unserer Homepage gewinnen Sie schon einmal einen Vorgeschmack auf dieses besondere Museumserlebnis. Machen Sie sich hier mit den Höhepunkten der Sammlung vertraut und hören Sie schon einmal in die Klangbeispiele hinein!

Spieldosentisch

Spieldosentisch, Nicole Fréres, Schweiz, 1880

1796 erfand der Uhrmacher Antoine Favre ein Musikwerk, das die Töne durch Schwingungen eines Stahlkamms erzeugte, als Tonträger diente eine Metallstiftwalze. Diese Spieldosen wurden schnell sehr beliebt und waren wohl die ersten mechanischen Musikinstrumente, die eine weite Verbreitung fanden. Wegen ihrer Beliebtheit wurden Spieldosen in den verschiedensten Ausführungen gefertigt und…

Plattenspielwerk

Plattenspielwerk, Regina Company, USA, 1895

Mechanische Musik braucht immer einen Tonträger – der erste dieser Art war die Stiftwalze in den Spieldosen. Stiftwalzen haben aber einen enormen Nachteil: Sie können nur wenige kurze Musikstücke spielen und sind schwer auszutauschen. Dieses Problem wurde durch die Entwicklung von Lochscheiben gelöst, durch die ein „Stahlkamm“ zum Klingen gebracht…

Elektrisches Klavier

Elektrisches Klavier, Kuhl & Klatt, Deutschland, 1915

Elektrische Klaviere wurden seit Beginn des 20. Jahrhunderts gerne in kleineren Gastwirtschaften als vielseitige „Unterhaltungskünstler“ eingesetzt. Durch die einfache Bedienung und das reichhaltige Lochband-Repertoire waren sie für viele Wirte eine attraktive und preiswerte Alternative zur Musik eines Live-Pianisten. Im MMM gibt es verschiedene elektrische Klaviere zu entdecken. Das hier abgebildete und…

Stummfilm-Orchestrion

Stummfilm-Orchestrion „Photoplayer“, Wurlitzer Company, USA, 1916

Das Stummfilm-Orchestrion „Photoplayer“ wurde 1916 von der amerikanischen Firma Wurlitzer aus Chicago auf den Markt gebracht. Es verfügt nicht nur über zwei unabhängig voneinander spielende Lochstreifen­systeme, sondern kann außerdem diverse Klangeffekte wie z. B. Vogelgezwitscher, Pferdegetrappel oder Türklingel­geräusche erzeugen. Orchestrien dieser Art wurden bis zur Erfindung des Tonfilms 1927 häufig zur…

Tino Rossi

Einmann-Orchester „Tino Rossi“, J. Bodson, Frankreich, 1928

Androiden, menschenähnliche Automaten, sind Puppen, die die Bewegungen eines Menschen naturgetreu nachahmen. Im Bereich der mechanischen Musik werden sie häufig als Musiker dargestellt. Unser Akkordeonspieler im MMM ist eine Nachbildung eines berühmten Entertainers der 1920er Jahre, Tino Rossi. Der Automat bewegt das Akkordeon und betätigt das Schlagzeug. Das Minenspiel wird…

Japanerin

Automat „Japanerin“, Michel Bertrand, Schweiz, 1980

In der letzte Dekade des 19. Jahrhunderts kamen so genannte Automaten in Mode. Sie basieren auf einer Spieluhr, die für die Musik sorgt, und einer durch Kurven­scheiben angetriebenen Figur in Tier- oder Menschen­gestalt. Sie waren eine Zeit lang sehr beliebt und zierten häufig Salon oder Wohnzimmer der Leute, die sich solch…

Orchestrion „Helios“

Orchestrion „Helios“, Hupfeld, Deutschland, 1910

Die Firma Ludwig Hupfeld aus Leipzig war der weltweit größte Hersteller von Musikautomaten. Die Orchestrien der Serie „Helios“ wurden nach einem festgelegten Grundtyp gefertigt und dem Kundenwunsch entsprechend ausgestaltet. Im „Helios“-Orchestrion des MMM spielen eine Orgel, ein Klavier, ein großes Xylophon, ein Metallophon sowie diverses Schlagzeug. Die relativ hohe Lautstärke des…

Orchestrion „Phonoliszt Violina“

Orchestrion „Phonoliszt Violina“, Hupfeld, Deutschland, 1910

Die Firma Ludwig Hupfeld aus Leipzig war der weltweit größte Hersteller von Musikautomaten. Neben der Erfolgsserie „Helios“, wovon in der Sammlung des MMM ebenfalls ein Exemplar zu bewundern ist, wurde von Hupfeld auch die Serie „Phonoliszt Violina“ entwickelt. Dieses Orchestrion lässt drei Geigen und ein Klavier erklingen, was Anfang des 20.…

Orchestrion „Cottage“

Orchestrion „Cottage“, Welte & Söhne, Deutschland, 1887

Neben der Firma Ludwig Hupfeld aus Leipzig gehörte auch die Firma Welte & Söhne mit Sitz in Freiburg im Breisgau zu den bedeutendsten Herstellern von Orchestrien. Orchestrien sorgten für die musikalische Unterhaltung in großen Restaurants und Festsälen. Bedingt durch die hohen Anschaffungskosten konnte sich anfangs nur eine begüterte Oberschicht den…

Karussellorgel

Karussellorgel, Gebrüder Bruder Modell 104, Deutschland, 1925

Karussellorgeln sind neben den bis heute beliebten Drehorgeln die bekanntesten Vertreter der mechanischen Musik. Sie vermitteln einen Hauch von Nostalgie und erinnern an die „gute alte Zeit“, an bunte Jahrmärkte aus Kindertagen. Die im MMM gezeigte Karussellorgel stammt aus der Werkstatt der Gebrüder Bruder in Waldkirch im Breisgau und gehört…

Musicbox

Musicbox, Wurlitzer Modell 1015, USA, 1946

Nachdem sich Rundfunk und Plattenspieler als Nachfolger der Grammophone erfolgreich durchgesetzt hatten, eroberten die aus den USA kommenden Musicboxen Gaststätten, Kneipen und Jugendtreffs. Zwar waren Musicboxen keine mechanischen Musikinstrumente mehr – sie übernahmen aber deren Funktion der Unterhaltung im öffentlichen Raum. Auch äußerlich erinnern sie an ihre mechanischen Vorgänger: der…

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