Braunschweiger Zeitung vom 06.06.2015

Rocknacht sorgte für tolle Stimmung am Kaiserdom

Die Rocknacht im Hof des Museums Mechanischer Musikinstrumente in Königslutter lockte am Freitagabend 450 Fans an. Sie rockten, bis der Dom wackelte.

Von Erik Beyen

Shut up ’N’ Listen
Nicht ganz wie AC/DC, aber richtig laut: die Band „Shut up ’N’ Listen“ trat bei der Rocknacht in Königslutter auf.Foto: Erik Beyen

Der dumpfe druckvolle Klang der Bassdrum war schon aus großer Entfernung zu hören. Er kam von Harald Groß, dem Schlagzeuger der Band Pretty in Pink aus Königslutter. Heimspiel für ihn und seine drei Kollegen. Sie traten am Freitag zur 7. Rocknacht am Kaiserdom auf.

Die Idee zu dem kleinen Festival kam Gilda Wolke und Britta Edelmann bei einer privaten Party im heimischen Garten. Der Haken: Für derartige Veranstaltungen gibt es in der Regel kaum Mittel. Darum spielen die Bands zum Beispiel ohne Gage. Doch ganz ohne Finanzspritze geht es doch nicht. Und so unterstützt die Stadt Königslutter die Rocknacht. Immerhin ist sie inzwischen zur festen Größe im Veranstaltungskalender geworden und ein idealer Werbeträger für das Museum Mechanischer Musikinstrumente.

Die Leiterin des Museums ist selber Schlagzeugerin und eröffnete den Abend mit dem Bolero von Emerson Lake and Palmer, gewagt aber gelungen. Sie mag derartige Experimente, und so wundert es kaum, dass im Anschluss die Band Neoton, eine eher unbekannte Formation aus Braunschweig, auf der Bühne stand. Musikalisch Punk, textlich die Nachfolger der Neuen Deutschen Welle (NDW). Dann kamen die vier Herren von Pretty in Pink. Zumindest ihre Musik war straight und pretty. Titel wie „The Passenger“ waren hervorragend als Einpeitscher und Stimmungsmacher geeignet.

Die Bands „Shut up ’N’ Listen“, „Earthbound“ und „Black Horse Group“ besorgten dann den Hauptteil der Rocknacht. Bei der erstgenannten Gruppe hätte man kaum etwas anderes tun können, als den Mund zu halten und zuzuhören, so, wie es der Name verlangt. Denn es war richtig laut. „Earthbound“ spielte klassischen Rock und Blues. Die „Black Horse Group“ coverte „Fury in the Slaughterhouse“.

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